Dresdner Christstollen – kulturgeschichtliche Backtradition mit weltweitem Ruf

Kenner von hochwertigem Gebäck verbinden mit Dresdner Christstollen nicht nur Hochgenuss, sondern auch ein bedeutendes Stück Kulturgeschichte, die eng mit der historischen Entwicklung der sächsischen Landeshauptstadt verbunden ist. Das originale Traditionsgebäck überzeugte bereits im 15. Jahrhunderts als Fastengebäck, das für die Weihnachtszeit noch keine Rolle spielte. Die Zutaten waren in den Anfängen noch recht spartanisch und setzten sich lediglich aus Wasser, Mehl und Hefe zusammen, wobei auf der Basis des religiösen Verzichts Milch und Butter damals noch nicht erlaubt waren. Erst auf bestreben zweier sächsischer Kurfürsten wurde das Verbot, Butter für den Stollen zu verwenden, aufgehoben, sodass der sogenannte Butterbrief den Bäckern in Dresden ab 1491 erlaubte, weitere Zutaten für den Dresdner Christstollen zu verwenden.

Dresdner Christstollen: Striezel für Landesherren und das Volk

Stollen standen Mitte des 16. Jahrhunderts im Mittelpunkt einer lieb gewordenen Tradition. Regelmäßig überbrachten Stollenbäcker dem König zu Weihnachten Stollen, die vorab durch die Straßen und zum Schloss hin getragen wurden. Auch das Stollenfest ist eng mit der alten sächsischen Backtradition verbunden. Original Dresdner Christstollen, wie wir sie heute kennen, werden erst seit rund einem Jahrhundert mit Hilfe ausgesuchter Zutaten und erlesener Rohstoffe gebacken, deren Herstellung von einem speziellen Schutzverband überwacht wird. Eine Ehrung der besonderen Art erfuhr der Original Dresdner Christstollen im November 2012 im Berliner Nobel-Hotel Adlon. Das weltbekannte Rosinengebäck mit Siegel wurde zur „Marke des Jahrhunderts“ ernannt und befindet sich jetzt in bester Gesellschaft mit Haribo, Porsche & Co.

Stollenversand: sächsisches Traditionsgebäck einfach online bestellen

Original Dresdner Christstollen muss einige Kriterien erfüllen, bevor er über den Stollenversand in die ganze Welt verschickt wird. Nur ausgesuchte Bäckereien in Dresden und im Umland dürfen diese Köstlichkeiten herstellen. Auf der Basis von wenigstens sechs Pfund Butter werden sechs Kilogramm Sultaninen, Rosinen oder Korinthen verwendet und mit Orangeat und Zitronat, bei einer Mehlmenge von zehn Kilogramm verarbeitet, was ihn so einzigartig macht.

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